Rengener Drees

 

Unter "Drees" versteht man eine kohlensäurehaltige Quelle. Der Begriff kommt aus dem Altdeutschen “triusan“ (sprudeln, rieseln) bzw. “triusan-drees“ (Quelle).

In früheren Zeiten war es Brauch, am Pfingstmontag den Drees zu reinigen, da die Quelle offen und nur mit einer Holzeinfassung versehen war. Nach dieser Reinigung wurde von der Dorfjugend etwas Salz hinzugeschüttet, damit das Wasser besser schmecken sollte. Ebenfalls zu dem Brauch gehörte das "Eiersammeln" der Mädchen und Jungen nach vollendeter Arbeit. Anschließend traf man sich dann bei Musik und Tanz wieder und feierte bis spät in die Nacht hinein. Leider ist dieser schöne Brauch ausgestorben als der Drees im Jahre 1980 neu aufgearbeitet wurde und eine geschlossene Abdeckung erhielt. 

Zu erwähnen ist auch noch die damalige besondere Bedeutung des "Drees-Wassers" für die Rengener Hausfrauen: sie nutzten es zum Waffeln backen, damit dadurch der Teig richtig aufgehen konnte. 

  Ganz in der Nähe auch der Dockweiler Drees im Wald zwischen Rengen und Dockweiler etwa 4 Km vom Dorf entfernt (siehe rechtes Bild):

 

Übersicht von Mineralgehalten  der Eifeler Mineralwasser   Gerolsteiner Sprudel Dockweiler Drees Dreiser Sprudel Nürburg Quelle Dauner Sprudel
Natrium (Na) 119 173 302 365 818
Kalium (K) 11 14,3 38,3 43,5 33
Calcium (Ca) 347 128,3 203 232 142
Magnesium (Mg) 108 118,6 277 337 192
Eisen (Fe)   7,59       
Chlorid (Cl) 40 6,2 22,4 20,7 60
Hydrogencarbonat (HCO3) 1817 1437 2822 3388 3478
Nitrat (NO3)     0,3     
Sulfat (SO4) 36 12 19 22,8 30
Fluor (F)     0,3 0,3