Rengener Bahnhof

Die Eisenbahnstrecke Daun-Gerolstein wurde am 15. Mai 1895 eröffnet, wodurch auch in Rengen ein Haltepunkt entstand, an dem die Bürger ein- und aussteigen konnten. 1897 wurde der Bahnhof für Vieh- und Güterverkehr freigegeben und in den Jahren 1936/37 ein festes Bahnhofsgebäude errichtet, da zuvor der Dienst in einer Wellblechbude verrichtet werden musste und als Güterschuppen ein Güterwagen gedient hatte. Am 28. Oktober 1947 brannte der Bahnhof bis auf die Grundmauern ab. Der Brand entstand wahrscheinlich durch einen Kurzschluss in der Stromanlage oder durch übermäßiges Heizen. Nur die Stellwerksanlage konnte noch vor den Flammen gerettet werden. Da durch den Brand nun kein Dienstgebäude mehr vorhanden war, musste der Dienst in einen Güterwagen verlegt werden. Die gerettete Stellwerksanlage selbst wurde nur notdürftig überdacht, damit der Bahnbetrieb weitergehen konnte. Im Jahre 1951 entschloss sich die Bahn dazu, das Bahnhofsgebäude wieder aufzubauen und so erhielt Rengen seinen Bahnhof zurück.
Da sich jedoch die Nebenstrecken der Bahn von Jahr zu Jahr weniger rentierten, wurden viele Bahnhöfe unbesetzt bzw. geschlossen. Die Bundesbahn verkaufte sie an Privatpersonen. Auch unser Bahnhof in Rengen wurde ein Opfer dieser Politik und am 01.10.1981 verkauft.