Fotokalender - Rengen im Lauf der Jahre
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Maibaum-Special 2002

Der Maibaum ist auch in Rengen Symbol der wieder erwachten Fruchtbarkeit und Liebe, verkünden die Historiker. Er soll im Frühlingsmonat Mai das Wachsen und Gedeihen im Hof und auf dem Feld begünstigen. Auch die Vertreibung der kalten Jahreszeit gehöre traditionell in die Nacht zum 1. Mai. Die alten Germanen glaubten, dass die Götter Wotan und Freya in dieser Nacht die Dämonen des Winters verjagen und den Frühling zeugen. Der Brauch, den Maibaum mit Kränzen, bunten Bändern und Girlanden zu schmücken, entwickelte sich im 16. Jahrhundert, und seitdem ist der bis zu 30 Meter hohe Stamm vor allem bei Jugendlichen aus Nachbarorten äußerst begehrt. Bis zum frühen Morgen wird er bewacht und vor dem Fällen bewahrt.

Allerlei Aktivitäten entwickeln sich im Laufe der Hexennacht. Ackergeräte und sonstige nicht gesicherte Gebrauchsgegenstände werden in der Hexennacht gerne auf dem Dorf zusammengetragen. Der Eigentümer hat dann das Problem, sie wiederzufinden. Ein begehrtes Objekt ist immer noch der Maibaum, der fast jedes Jahr in irgendeiner Eifelortschaft der Säge zum Opfer fällt.

...et kütt wie et kütt

DAUN. Bevor der 18 Meter hohe Maibaum mit Hilfe eines Krans hochgezogen wird, müssen die Dauner Jugendlichen den Baum noch schälen. Anschließend wird er geschmückt, und dann heißt es feiern und aufpassen, ...

dj/Foto: Denise Juchem
Quelle: Trierischer Volksfreund, 30.04.2002




... dass niemand den Baum fällt.