Fotokalender - Rengen im Lauf der Jahre
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Müllsammelaktion Naturschutzverein & Messdiener

Beispielhaftes Engagement: 20 Kinder und 14 Erwachsene halfen, Müll in und um Rengen zu sammeln.

Zur Müllsammelaktion machten sich wieder Mitglieder des Naturschutzverein Rengen und eine große Messdienergruppe unter Leitung von Brigitte Schneider an die Arbeit. Mehr als 20 Kinder von acht bis 17 Jahren und 14 Erwachsene waren unterwegs: In festen Schuhen oder Gummistiefeln, von Handschuhen geschützt und mit blauen Müllsäcken bewaffnet, rückten Rengener Mülljäger ins Gelände, um die Gemarkung des Dauner Stadtteils von Abfällen zu befreien. Ortsvorsteher Walter Müller hielt einen Geländewagen mit Anhänger bereit für das Einsammeln der "Beute".

Müller freute sich vor allem auf die große Resonanz des Nachwuchses: "Das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Kindern ist bei uns sehr ausgeprägt, das zeigen solche Aktionen."

Die zwölf Jahre alte Carolin Clemens meinte zur Sammelaktion: "Cool, macht Spaß, wenn sich alle nochmal treffen. Und weil die Umwelt wieder schöner wird." Tobias Hennen (11) schließt sich an: "Man will doch eine saubere Umgebung haben."


Flaschen ohne Ende: Die Rengener "Mülljäger" Jessica Kutscheid, Benedikt Müller, Carolin Clemens und Tobias Hennen verpacken den gesammelten Unrat in Tüten.Foto: Hans-Jürgen Sittig

Dieter Bauer, seit Vorsitzender des 1988 gegründeten und heute 48 Mitglieder zählenden Rengener Naturschutzvereins, erinnert sich an die Anfänge der bislang zehn Sammelaktionen: "Im ersten Jahr waren es sechs Kubikmeter Müll. Ab dem Zeitraum 93/94 wurde es besser und die Menge nahm ab." Er erinnert sich an besonders auffällige Funde: "Anfang der neunziger Jahre fanden wir am Detzemberg Schlachtabfälle, Innereien und Knochen. Ein anderes Mal alte Auto- und Traktorbatterien und Weidezaungeräte. 1992 lagen Kanister mit knapp drei Litern Pflanzengift im Hasbach. Sonst sind es überwiegend Zigarettenpackungen und Einwegflaschen und -dosen, die wir finden."

Nach dem Mittagessen an der Grillhütte waren Kinder wie Erwachsene wieder motiviert für neue Taten, bei der wieder einiges zusammenkam ­ darunter ein großer Traktorreifen, ein Fahrradrahmen, alte Ölkanister, Stacheldraht und unzählige Einwegflaschen. Für die Abfuhr des gesammelten Mülls zur Deponie sorgt schon seit seit Jahren unentgeltlich die Spedition Gräfen.

Einerseits froh über die erfolgreiche Aktion, sind die Rengener Naturschützer derzeit über einen anderen Frevel verärgert: Am Detzemberg wurden offenbar mutwillig Brutkästen abgeschlagen und zerstört ­ vor der Brutsaison der Vögel.

Quelle: Trierischer Volksfreund, Mittwoch, 24.04.2002